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Referat für Forschung und Wissenschaftstransfer
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Forschungsdatenmanagement (FDM) meint den strukturierten Umgang sowie die gute Organisation der Forschungsdaten während der gesamten Projektphase und darüber hinaus bis zu ihrer Veröffentlichung.
Foto: RWTH Aachen UniversityDie Grafik zeigt den vollständigen Lebenszyklus des Forschungsdatenmanagements (FDM) – von der Planung über Datenerhebung und Analyse bis hin zu Archivierung, Veröffentlichung und Nachnutzung. Sie verdeutlicht die Bedeutung von FAIR-Prinzipien, Metadaten, Datenmanagementplänen und nachhaltiger Datenbereitstellung für eine moderne und transparente Forschung.
Zentrum:
Prozessschritte im Uhrzeigersinn mit zugeordneten Themen:
Das Spektrum im FDM reicht von der Planung des Forschungsprojektes, über die Datenerhebung und -erfassung bis zur späteren Aufbereitung und Auswertung der gewonnenen Daten. Auch die Veröffentlichung und Archivierung sowie das Ermöglichen der Nachnutzung dieser „Rohdaten“ aus der Forschung gehören im Sinne der „“ zum FDM dazu.
Immer mehr Forschungsförderer erwarten bereits bei Förderanträgen entsprechende Konzepte. Darüber hinaus sind gut strukturierte Forschungsdaten essenziell für die Nachvollziehbarkeit und Reproduzierbarkeit der gewonnenen Ergebnisse und stärken zudem Anerkennung und Reputation von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern.
Die FAIR-Prinzipien (Findable, Accessible, Interoperable und Reusable) haben sich als Richtschnur für ein nachhaltiges Forschungsdatenmanagement etabliert.
Grundlage für das Forschungsdatenmanagement an der Hochschule Nordhausen ist die am 30. November 2022 beschlossene Leitlinie zum Umgang mit Forschungsdaten (PDF). Eine Handlungsempfehlung ergänzt diese Policy und soll beim Umgang mit Forschungsdaten unterstützen. Seit 2024 ist die Hochschule Nordhausen Mitglied im NFDI e.V. und seit 2025 mit dem Institut in.RET auch im Konsortium NFDI4Energy vernetzt.
Einen guten Einstieg ins FDM bietet eine Präsentation zu den Grundlagen im Forschungsdatenmanagement, die an der Hochschule Nordhausen in Interaktion mit Forschenden entstanden ist.
Foto: Kiattisak/stock.adobe.comZentrale Informationen, Handreichungen sowie unterstützende Materialien sind für Forschende und Beschäftigte im Prozess „Forschungsdaten managen“ im BIC-Prozessportal hinterlegt. Orientiert am Forschungsdatenlebenszyklus werden die verschiedenen Aspekte des FDM, wie beispielsweise der Datenmanagementplan (DMP), Konventionen und Tipps für Dateinamen oder auch Hinweise zur Auswahl eines Repositoriums thematisiert. Beispiel-DMPs für beide Fachbereiche sowie Links zu weiterführenden Informationen und hilfreichen Tools runden das im Prozess bereitgestellte Material ab.

Der Prozess und die Materialien wurden im Rahmen des Verbundprojekt FDM-HAW Kompetenzcluster Jena–Erfurt–Nordhausen–Schmalkalden (FDM-HAWK) entwickelt, an dem die Hochschule Nordhausen von 2023 bis 2025 als eigenständiges Teilprojekt beteiligt war. Das vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) geförderte und durch NextGenerationEU unterstützte Projekt mit dem Förderkennzeichen (16FDFH107A-D) hatte zum Ziel, Grundlagen für das Forschungsdatenmanagement an den Thüringer Hochschulen angewandter Wissenschaften zu schaffen.
In Zusammenarbeit mit dem an den Universitäten angesiedelten Thüringer Kompetenznetzwerk Forschungsdatenmanagement (TKFDM) wurden technische, organisatorische und fachliche Voraussetzungen und Arbeitshilfen für anwendungsorientiertes Forschungsdatenmanagement abgestimmt, erarbeitet und weiterentwickelt.
Beispielsweise sind interessante Podcast-Beiträge zum FDM auf Deutsch und Englisch an der Hochschule Schmalkalden entstanden. Das Reinhören lohnt sich.
Eine ausführliche Handlungsempfehlung zum Forschungsdatenmanagement wurde an der FH Erfurt erarbeitet. Diese ist über die Digitale Bibliothek Thüringen verfügbar und liefert grundlegendes Wissen zum FDM, das auch an den anderen am Projekt beteiligten Einrichtungen genutzt werden kann.
An der Ernst-Abbe-Hochschule Jena wurden Konzepte bzw. Handreichungen erarbeitet, beispielsweise eine Richtschnur für die Veröffentlichung und Archivierung von Forschungsdaten.

Für alle Universitäten und Hochschulen in Thüringen steht das Thüringer Kompetenznetzwerk Forschungsdatenmanagement (TKFDM) künftig als Kontaktstelle für Fragen rund um Datenmanagementplan, Datenorganisation und Co. zur Verfügung. Viele hilfreiche Informationen, Materialien und Veranstaltungshinweise finden sich auf der Webseite.
Auch die Redaktion des Thüringer Repositorium für Forschungsdaten REFODAT wird durch das TKFDM wahrgenommen und kann kostenfrei von Forschenden aus Thüringen für die Veröffentlichung ihrer Forschungsdatensätze genutzt werden.
Darüber hinaus wurde für die Hochschule Nordhausen auch die technische Anbindung an die Thüringer Instanz des elektronisches Laborbuch eLabFTW realisiert; Unterstützung in der Anwendung kann beim TKFDM angefragt werden.
Weiterführende Informationen und Materialien zum Thema FDM liefern insbesondere die folgenden Webseiten:


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